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Brief
Ernst Freiherr von Wolzogen an Richard Strauss
Dienstag, 28. Juli 1903, Kühlungsborn

relevant für die veröffentlichten Bände: I/3a Salome

[1r]

Lieber Strauss!

Im momente, da ich wieder ein stück mscpt. [Manuscript] absenden will[,] kommt Ihr brief.

Nein, das ist unmöglich – Sie dürfen mich nicht so sitzen lassen! Ich habe, weil Sie mir 1500 Mk. vorschuß fest versprochen haben, alle übrigen arbeiten aufgeschoben & bin hierhergegangen, um die sache ungestört hintereinander fort zu vollenden. Nun ist sie fertig – & Sie zoppen1 [?] plötzlich gänzlich zurück, weil Ihnen eine andere arbeit vielleicht gerade näher liegt. Wissen Sie auch, daß mir am 3. Aug. die möbel aus dem hause getragen werden, wen̅ ich nicht vorher 500 M. zahle? Ich muß unbedingt [1v] vorher die 1000 Mk. haben – denn gegenwärtig & von hier aus kann ich anderswoher nichts kriegen. Ich habe mich fest auf Ihr wort verlassen & kann nicht darunter leiden, daß Sie plötzlich eine andere arbeit vorziehen.

Ich erwarte also umgehend 1000 Mk. & sende Ihnen dann den rohling [?] der Oper.

Mit bestem gruß in eile

Ihr ergebenster

Wolzogen.

1Evtl. im Wortsinn von »zucken« oder »ziehen«

Bemerkung

Schreibeigenheit des Verfassers: Der Verfasser schreibt Nomen in der Regel klein.

verantwortlich für die Edition dieses Dokuments: Claudia Heine

Quellennachweis

  • Original: Richard-Strauss-Archiv (Garmisch-Partenkirchen), ohne Signatur (Autograph) (Transkriptionsgrundlage)

    • Hände:

      • Ernst Freiherr von Wolzogen (handschriftlich)
    • Autopsie: 2016-11-15

Zitierempfehlung

Richard Strauss Werke. Kritische Ausgabe – Online-Plattform, richard‑strauss‑ausgabe.de/d30460 (Version 2019‑04‑12).

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